Quelle | SV Westfalia Huckarde
Im zweiten Testspiel der Vorbereitung wartete mit dem ASC 09 Dortmund direkt ein echter Gradmesser auf unsere neu formierte C-Jugend. Der Gastgeber tritt nach dem Abstieg aus der Westfalenliga in der kommenden Saison in der Landesliga an und bot damit den erwarteten Härtetest.
Westfalia Huckarde reiste mit einem 19-köpfigen Kader an, darunter zehn Neuzugänge. Nach dem ersten Testspiel gegen den VfB Waltrop II lag der Fokus darauf, weitere Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, ob die ersten Trainingsinhalte bereits auf dem Platz erkennbar sind.
Die Partie begann auf beiden Seiten vorsichtig. Keines der beiden Teams wollte früh einen Fehler machen. Die erste gute Torchance gehörte sogar den Gästen aus Huckarde. Trotzdem war den Spielern anzumerken, dass die Mannschaft in dieser Konstellation erst seit kurzer Zeit zusammenspielt. Einige Abstimmungen funktionierten noch nicht perfekt, dennoch präsentierte sich die Viererkette bereits deutlich stabiler als im ersten Testspiel.
Kurz vor den ersten Gegentoren musste Westfalia verletzungsbedingt wechseln. Ilyes blieb mit dem Fuß im Kunstrasen hängen und verdrehte sich das Bein. Er versuchte zunächst weiterzuspielen, musste das Feld jedoch wenig später verlassen. Cinar übernahm seine Position auf der rechten Abwehrseite.
Nur wenig später folgte die kalte Dusche. Zwei individuelle Fehler führten in der 13. und 14. Minute zu einem Doppelschlag und einem 0:2-Rückstand. Ein weiterer individueller Fehler ermöglichte dem ASC in der 20. Minute sogar das 0:3.
Doch die Huckarder ließen die Köpfe nicht hängen. Die Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel und belohnte sich in der 30. Minute mit dem Anschlusstreffer. Nach starker Vorarbeit von Emir, der über die rechte Seite immer wieder für Gefahr sorgte und zu den auffälligsten Spielern auf dem Platz gehörte, traf Pascal zum 1:3-Pausenstand.
In der Halbzeit wurden die Gegentore analysiert und die Mannschaft nahm sich vor, die individuellen Fehler in der zweiten Hälfte abzustellen.
Der Start nach Wiederanpfiff gelang. Bereits in der 37. Minute verkürzte Melih nach erneuter Vorarbeit von Emir auf 2:3. Jetzt war Westfalia klar am Drücker und drängte auf den Ausgleich. Mehrfach fehlte jedoch der letzte entscheidende Pass.
Zur Pause hatte Adem bereits Jonas im Tor ersetzt. In der 47. Minute wechselte das Trainerteam zusätzlich gleich sechs weitere Spieler ein, damit alle mitgereisten Akteure wertvolle Spielpraxis sammeln konnten.
Trotz der vielen Wechsel blieb der befürchtete Bruch im Spiel zunächst aus. Stattdessen gelang in der 50. Minute sogar der verdiente Ausgleich. Naim K. setzte sich in einem Pressschlag durch, lief allein auf den Torhüter zu und schob den Ball souverän flach ins rechte Eck zum 3:3 ein.
Die Freude über den Ausgleich hielt jedoch nicht lange an. Direkt nach dem Treffer verlor die Mannschaft kurzzeitig die Ordnung und wurde erneut mit einem Doppelschlag in der 51. und 52. Minute bestraft. Aus dem 3:3 wurde innerhalb weniger Augenblicke wieder ein 3:5.
Auch davon ließ sich Westfalia nicht entmutigen. In der 68. Minute verkürzte Youssef auf 4:5 und brachte die Hoffnung auf eine erneute Aufholjagd zurück. Doch erneut fehlte nach dem eigenen Tor die notwendige Konzentration. Der ASC nutzte dies konsequent aus und stellte mit zwei weiteren Treffern den 7:4-Endstand her.

Fazit
Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, war der Test für die junge Mannschaft sehr wertvoll. Über weite Strecken zeigte Westfalia Huckarde, dass sie gegen einen Landesligisten mithalten kann und sich nach einem 0:3-Rückstand eindrucksvoll auf 3:3 zurückkämpfte.
Die Mannschaft hat im Vergleich zum ersten Testspiel bereits Fortschritte gemacht. Besonders die defensive Grundordnung war deutlich stabiler. Entscheidend waren jedoch die individuellen Fehler, die nahezu alle Gegentore einleiteten. Ebenso muss die Mannschaft lernen, nach eigenen Torerfolgen sofort wieder konzentriert zu verteidigen und nicht die Ordnung zu verlieren.
Die Entwicklung stimmt und macht Mut für die kommenden Wochen. Gelingt es, die individuellen Fehler weiter zu reduzieren und die Abläufe weiter zu automatisieren, ist das Trainerteam überzeugt, dass die Mannschaft zum Saisonstart deutlich gefestigter auftreten wird.
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